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Donnerstag, 7. August 2008

Heimwerken in Raten

So kommt es uns jedenfalls vor. Kaum hat man einen klugen Plan gefasst, kommt was dazwischen und man fängt von vorne an.

Gestern wollten wir ja nun tapezieren. Also haben wir das entsprechende Material eingekauft und losgelegt. Mit der braunen Tapete war alles bestens. Als wir jedoch zur weißen Tapete für
die Stube kamen, stellte sich heraus, dass es sich zwar um Vliestapete handelte, sie aber in jedem Fall noch übergestrichen werden muss. Auf der Vorderseite des Etiketts stand zwar, dass sie leicht überstreichbar sei, nicht aber, dass man quasi durchgucken kann, wenn man sie nicht überstreicht! Das stand nun wieder auf der Rückseite des Etiketts. Und genau das wollten wir ja nun nicht! Deshalb haben wir also nach der zweiten Bahn aufgehört und ihr eine Chance gegeben, bis heute trocken und weiß zu werden. Sie hat sie nicht genutzt und so hatten wir heute die Gelegenheit, die Entfernung von Vliestapete in einem Stück von der Wand auszuprobieren - und es klappt!

Außerdem waren wir ja gestern noch in Sachen Parkett unterwegs. Leider konnte kein Ersatz beschafft werden, aber es gab das Angebot, uns aus den vorhandenen Paketen die besten Bretter auszusuchen - in der Hoffnung, genug zu finden. Laura war sehr dafür, also haben wir geschlagene zwei Stunden lang Parkettpakete geöffnet und alle Bretter genau angesehen. Es war etwas mehr als eine Palette voll, und wir haben alle bis auf 10 Pakete geöffnet. Schwer geschafft, aber mit der erforderlichen Anzahl von Parkettpaketen sind wir dann nach Hause gefahren. Nun können wir mit Fug und Recht sagen, Lauras Parkett ist liebevollst handsortiert. Und wir haben eine neue Anekdote, die wir jedem erzählen können, der uns besucht, unser Blog aber nicht gelesen hat.

Heute haben wir nun die nicht weiße Tapete wieder umgetauscht - in weiße. Und wir haben auch schon mit dem Ankleben begonnen! Leider haben wir noch immer keinen Baustrahler, deshalb mussten wir wegen aufkommender Dunkelheit die Arbeiten vorzeitig beenden. Aber bis auf eine Wand in der Küche sind alle ganzen Bahnen geklebt - der Fummelkram an den Fenstern fehlt aber noch.

Außerdem hatten wir heute Besuch der EnBW - es wurde der Wärmepumpenzähler eingebaut und ein Rundschaltgerät (was immer das ist). Und bei der Gelegenheit ist aufgefallen, dass ja nun kein Platz mehr für unseren angestrebten Zähler für die Photovoltaikanlage ist! Also haben wir kurzerhand den Monteur gefragt. Und was sollen wir sagen? Das Rundschaltgerät hätte auch unter dem Wärmepumpenzähler angebracht werden können. Nur war dafür der Schrank nicht verkabelt! Und eine Verlegung der Kabel war leider nicht möglich, zu kurz! Also werden wir die Sache mal mit Kampa besprechen - morgen, wenn wir sie auch an die schriftliche Mitteilung der vereinbarten Montagetermine erinnern.

Außerdem stand heute noch die Verlegung von Trittschalldämmung auf unserem Bauplan. Die hatten wir ja schon käuflich erworben und wollten nun schnell zur Tat schreiten. Ein Blick auf die Rückseite des "Beipackzettels ergab recht schnell, dass uns noch was fehlt - eine
Dampfsperre. Man informierte uns darüber, dass auf gar keinen Fall auf das Verlegen und Verkleben einer Dampfsperre verzichtet werden kann! Nur wenn unser Bodenhersteller das ausdrücklich genehmigt, geht es in Ausnahmefällen ganz ausnahmsweise ohne Dampfsperre. Also sind wir nochmal in den Baumarkt gefahren, um die entsprechenden Materialien zu holen.

Liebe Verfasser von "Beipackzetteln"!
Könntet Ihr Euch vorstellen, alle wichtigen Informationen auf die Vorderseite des Etiketts zu drucken? Was spricht gegen den Hinweis "Tapete sollte nach Verarbeitung gestrichen werden" oder "Trittschalldämmung zum Verlegen auf Dampfsperre"? Also, wir wären gestern dankbar für solche Hinweise gewesen.

Jedenfalls haben wir dann noch das Schlafzimmer mit den entsprechenden Belägen ausgestattet, damit morgen begonnen werden kann, das Laminat zu verlegen.

Ihr seht also, langsam geht es vorwärts.
Liebe Grüße
Reni, Torsten & Laura

Sonntag, 27. Juli 2008

Grünifiziert!

Unter diesem Thema stand das ganze Wochenende - aber dazu später.

Erst einmal haben wir am Mittwoch unseren langersehnten Stromanschluss bekommen. Zwar nur für den normalen Strom, denn den Wärmepumpenzähler und den Telefonanschluss macht Kampa selbst. Für diese Arbeiten haben wir nun - aus Schaden wird man klug - eine schriftliche Terminbestätigung angefordert. Die ist noch nicht da, aber wir werden morgen sicherheitshalber nochmal nachfragen.

Der Stuckateur ist am Donnerstag tatsächlich mit seiner Arbeit fertig geworden. Die Decken waren wirklich total glatt! Das hätten wir nie so hinbekommen. Also erweiterten wir unseren Wochenendplan um das Weißen der Decken. Freitag haben wir dann alles mögliche eingekauft und noch in den verbleibenden Zimmern Tiefengrund gestrichen.

Für Samstag stand dann die "Grünifizierung" an. Lauras Wohnzimmer sollte als erster Raum im Haus seine Wandbeläge bekommen - in grün! Also haben wir rasch die Decke geweißt und sind dann munter ans Werk gegangen - den Job wollten Laura und Jessie machen. Geplant waren außerdem nochdie Vollendung der Arbeiten im Treppenhaus, das Tapezieren eines weiteren Zimmers und der komplette Deckenanstrich. In einigen Zimmern fehlten auch noch die Silikonfugen in den Ecken und das Treppenhaus oben war auch noch nicht so ganz fertig.

Doch jeder Plan - ist er auch noch so schlau -
er bleibt doch immer Theorie!
Und nur das eine weiß man ganz genau,
so wie man plant und denkt, so kommt es nie!
(Diesen Reim haben wir aus dem Musical "Elisabeth" ausgeliehen)

Und deshalb haben wir uns ein paar Hindernissen gegenüber gesehen, die wir nicht erwartet hätten.
So reichte die Deckenfarbe nicht so ganz für 99 m². Folglich blieb ein kleiner Teil der Decke in der Küche noch übrig, außerdem die Decken in den Bädern und im Gästezimmer.
Das Kleben der Vliestapete ist langwieriger als wir gedacht hätten.




Das Einkleistern der Wand ist um einiges ansträngender als die gleiche Aktion auf einem Tapeziertisch. Außerdem müssen die Tapetenbahnen tatsächlich ganz genau auf Stroß gelegt werden - schließlich wird ja nichts mehr übergestrichen! Und die Tapete ist schließlich auch formbeständig und quillt nicht auf -
das heißt, sie gibt auch nicht nach! Alles in allem haben Torsten und Stefan heute nun aber eine Technik gefunden, die funktioniert und zum gewünschten Ergebnis führt. Nur leider ist es bei der Wandverkleidung nur eines Zimmers geblieben. Aber toll ist es geworden! Eben total grün!


Laura wäre am liebsten sofort eingezogen.



Die Arbeiten im Treppenhaus sind auch abgeschlossen. Alle Ecken sind gespachtelt und geschliffen, Tiefengrund ist aufgetragen und nun fehlen noch die Tapeten (waren auch für dieses Wochenende geplant). Aber wenigstens kriegen wir das beim nächsten Einsatz fertig und können dann unser Gerüst im Flur endlich demontieren. Wir wissen nicht genau, ob wir den Muskelkater eher den ungewohnten Arbeiten oder dem umständlichen Erklimmen unseres Dachgeschosses zu verdanken haben. Aber so langsam sind wir echt geschafft - 5-Tage-Arbeitswoche und 2 1/2 Tage Baustelle kann man eben nur eine bestimmte Zeit lang machen. Ab nächster Woche haben wir ja endlich Urlaub und können dann unsere Kräfte bündeln und uns auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren - der Einzugstermin steht ja nun mal fest.

Liebe Grüßen an Euch alle senden die erschöpften, aber hoch zufriedenen Bauarbeiter
Reni, Torsten & Laura

Mittwoch, 23. Juli 2008

Jetzt wird geklotzt!

Heute war ein sehr erfolgreicher Tag! Wir haben eine Lösung für unser Stromproblem gefunden! Was lange währt...!

Tatsächlich ist dieser Lösungsansatz nicht neu, genau genommen stand er schon häufiger zur Disposition. Aber gut Ding will eben Weile haben - und Kampa macht´s besonders gut.
Nachdem wir heute früh reichlich Theater gemacht hatten, ergab sich ganz wie von selbst die einfachste und günstigste Lösung: Die Arbeiten geben wir in Auftrag, bei unserem Orts-Elektriker, und Kampa übernimmt die Kosten. Unser schlagendstes Argument war, dass es ja nun wohl egal sei, ob Kampa jemand Drittes beauftragt oder wir das tun. Und so bekommen wir morgen tatsächlich Strom in unser Haus! Und das Geld dafür bekommt auch noch unser Elektriker! Na, wenn das keine gute Option ist, dann wissen wir auch nicht. Jedenfalls war außer uns auch der Elektriker erfreut und wir glauben, der Mitarbeiter bei Kampa auch, hatte er doch wahrscheinlich heute früh kurz erwogen, die Arbeiten eigenhändig zu erledigen, nur damit er uns los ist. Also Strom in Sicht und wir haben endlich Musik auf der Baustelle - und Kaffee!

Aber keine Sonne ohne Schatten - unser Vermieter war heute kurz bei uns. Er hätte munkeln hören, wir würden ausziehen! Munkeln? Das sollte er seit dem 31.05. doch schon wissen - aus unserem Kündigungsschreiben, das wir am 31.05.2008 eigenhändig in seinen Briefkasten gesteckt haben! Angeblich gibt es dieses Schreiben nicht, er habe jedenfalls nichts von unserem Auszug gewusst, bevor es ihm zugetragen wurde. Auch die Vorlage unserer Kopie brachte ihn nicht ab von seiner Meinung. Also haben wir uns schon innerlich gewappnet, mit ihm zu guter Letzt um zwei Monatsmiete zu streiten.
Allerdings hat sich die Situation dann mit einer Flasche Wein geklärt. Nein, wir haben ihn nicht betrunken gemacht und ihm die Unterschrift auf die Anerkennung unserer Kündigung entlockt! Er hat den Brief tatsächlich im Altpapier gefunden und sich mit einer Flasche Wein bei uns entschuldigt. Nichts desto trotz kommt er morgen, um sich anzusehen, was in der Wohnung noch gemacht werden müsse. Ob er sich noch erinnert, dass wir das Bad auf unsere Kosten renoviert haben, ohne die vereinbarte Gegenleistung - Laminat in Kinder- und Schlafzimmer - jemals auch nur gesehen zu haben? Oder dass wir bei unserem Einzug renovieren mussten? Na, mal sehen, wir es wird.

So klärt sich zum Glück alles zu unserer Zufriedenheit.
Freudige Grüße an alle senden für heute
Reni, Torsten & Laura

P.S.: Bilder gibt´s heute leider wieder nicht, aber spätestens am Donnerstag, wenn die Decken fertig sind - versprochen!

Montag, 21. Juli 2008

Kleinigkeiten

Gestern waren wir nur mit halber Kraft auf dem Bau - der Bauherr war zur Arbeit und der Rest der Familie zum Aufräumen und Kuchenbacken abgestellt. Das muss auch mal sein, schließlich bleibt ein bisschen Haushalt liegen, wenn man sich ganze Wochenenden lang auf der Baustelle herumtreibt. Aber in 6 Wochen haben wir Bau und Wohnung am selben Ort, was uns wenigstens die Fahrerei erspart!

Jedenfalls sind die restlichen Räume nun geschliffen und im Gästebad ist die erste Schicht Knauf Flächendicht aufgetragen. Alles geht vorwärts! Und das schöne ist, bei allen jetzt folgenden Arbeiten sieht man genau, was man getan hat - endlich! Dann macht das Fotgrafieren wieder mehr Spaß - Spachtelbilder haben wir nun wirklich genug für unsere Chronik.

Die Stromsache ist leider noch nicht ausgestanden. Kampa hat - entgegen der Zusage des Disponenten - nun doch nicht mehr angerufen und uns verbindlich den Stromanschlusstermin mitgeteilt. Also werden wir wohl morgen früh etwas ungemütlich werden müssen. Im Ernstfall beauftragen wir einen ortsansässigen Elektriker und Kampa darf dann die Rechnung übernehmen.

Es gibt aber auch Gutes zu berichten - morgen bringen wir unseren Schlüssel zum Stuckateur, damit der seines Amtes walten kann. Nach unserer Wochenendaktion sind wir froh, dass sich nun jemand anders mit den ansträngenden Arbeiten über Kopf befassen muss. Oh, und wir haben in mühevoller Kleinarbeit den Tapetenbedarf ausgerechnet - im Rollen und in Euro! Denn auch die wollen in dieser Woche besorgt werden, damit wir am Wochenende voller Elan mit der Verschönerung unserer Wände (und dem Verstecken einiger Spachtelpfusch-Stellen) beginnen können.

Leider gibt´s heute keine Bilder - der Fotoapparat lag gestern auch friedlich zu Hause.
Liebe Grüße an Euch alle!
Reni, Torsten & Laura

Samstag, 19. Juli 2008

Hoch hinaus





Das war heute das Motto des Tages - wir mussten nun endlich das "Treppenhaus-Problem" in Angriff nehmen und eine "Rüstungs-Idee" entwickeln. Nachdem wir diese Aufgabe nun schon seit 4 Wochen erfolgreich vor uns her geschoben haben, gab es nun
keine Ausreden mehr. Der Stuckateur wird am Mittwoch kommen und die Decken verspachteln. Und bis dahin müssen nun mal alle Wände fertig sein.
Also haben wir eine abenteuerliche Konstruktion "gezimmert", die das Arbeiten in
schwindelnder Höhe über der Treppe ermöglichen sollte. Und so sieht sie aus.


Die erste Spachtelschicht ist aufgebracht. Die zweite folgt schon morgen, und dann brauchen wir die Rüstung nur nochmal kurz zum Tapezieren. Apropos Tapezieren, die ersten Tapeten haben wir schon gekauft - für den Flur und das Schlafzimmer. Außerdem liegen schon die Fliesen für beide Bäder bereit.

Diese hier sind für das Gästebad.







Und so wird unser Familienbad dann aussehen.


Eigentlich dachten wir ja, beide Sorten wären mit Fliesen der Größe 30 x 60. Aber nun hat sich herausgestellt, dass die Wandfliesen größer sind - 33 x 67 cm! Die schlechte Nachricht ist, wir haben die erforderliche Anzahl an Fliesen der angenommenen Größe gestern bereits bestellt, bezahlt und heute zur Abholung bereitstellen lassen. Die gute Nachricht ist, dass uns der Fehler noch auf dem Parkplatz aufgefallen ist. So haben wir gleich nochmal gerechnet und konnten die überflüssigen 8 Pakete Fliesen gleich da lassen. Nur noch schnell das Geld wieder auszahlen lassen, und schon konnten wir losziehen und die Pakete in unseren Abstellraum einlagern. Leider sind die Pakete echt schwer - Torsten hat sie ganz alleine nach oben getragen, während alle anderen mit Tapetenkauf und Kaffee holen beschäftigt waren.

Die Fußbodenfliesen für die Küche haben wir zwar schon ausgesucht, aber noch nicht geholt.

Wir haben heute schon - mit tatkräftiger Unterstützung von Jessie und Stefan - drei Räume mit Tiefengrund behandelt. So kann nächstes Wochenende schon mit dem Tapezieren angefangen werden!

Leider haben wir immer noch keinen Strom im Haus. Unsere Nachfrage bei Kampa ergab, dass der eine der vom Kampa für BW zuständigen Elektriker gerade im Urlaub ist, der andere sich verletzt hat und deshalb nicht arbeiten kann. Aber es gäbe da noch eine Firma, mit der Kampa schon lange erfolgreich zusammenarbeitet. Und die sollen es jetzt richten und den Stromanschluss bis Dienstag abend herstellen. Wäre schon ein bisschen ungünstig, sollte unser Stuckateur zum Schleifen Strom brauchen und es ist keiner da!
Ob Kampa wirklich Fertighäuser baut, damit sie fertig werden? Möglicherweise schon, nur ist eben nicht ganz klar, wann es soweit sein wird!

Morgen wird unser letzter Tag mit Uniflott sein - wir werden es die nächsten 50 Jahre sicher nicht vermissen. Und damit endet dann auch die Zeit, in der man arbeitet, ohne dass man sieht, dass es vorwärts geht. Das freut uns am meisten.

Habt noch ein schönes Wochenende!
Liebe Grüße
Reni, Torsten & Laura

Montag, 7. Juli 2008

Relativität in der Praxis

Bekanntlich ist ja alles relativ. So auch bei uns:
Einen Hausanschluss zu haben ist relativ gut, keinen Baustrom mehr zu haben deswegen ist relativ schlecht. Rechtzeitig den Handwerker anzufordern, der die Verbindung zur Hausverteilung herstellt ist relativ gut, nicht erfahren zu können, wann er denn nun wirklich kommt, ist relativ schlecht. Leider ist das nicht Relativitätstheorie, sondern Praxis.

Praktisch hat sich heute unser Bauleiter gemeldet, um nachzufragen, ob mit der Mängelbeseitigung alles in Ordnung sei. Als wüsste er nicht längst, dass sich die Handwerker bei uns gemeldet haben!
Aber die Gelegenheit beim Schopfe packend haben wir gleich nochmal nachgefragt, wann denn die Bestätigung der Liefer- und Einbautermine der noch fehlenden Materialien erfolgen würde. "Das bestätigen wir nicht! Kann ja sein, dass wir es nicht schaffen, und dann müssten wir ja haften!" - Entschuldigung? Bei der Bauabnahme hieß es noch, dass die Termine in jedem Fall gehalten werden könnten, wenn wir sie schnellstmöglich bestimmen, damit er sie sofort bei der Disposition einreichen könnte. Sofort heißt anscheinend nach 1 1/2 Wochen - so lange hat es nämlich noch gedauert, bis die beiden eMails mit den Anforderungen an die zuständigen Disponenten gesendet wurden. Als wir nun mal vorsichtig nachfragten, ob das denn Auswirkungen auf unsere Terminplanung hätte, erfuhren wir, dass er das gar nicht wissen könne. Schließlich sei sein Part erledigt mit der Absendung der eMails. Und für alles weitere könne er ja nun wirklich nichts. Und das mit dem "Überraschungstermin" sei ja für uns auch nicht mit Aufwand verbunden, schließlich ist ja noch der Bauzylinder in die Eingangstür eingebaut, so dass wir also deswegen nicht extra auf die Baustelle fahren müssten. Unsere Freude darüber hielt sich in relativ engen Grenzen.

Auf die berechtigte Frage hin, was denn nötig sei, um in irgendeiner Weise termingerecht bedient zu werden, erfuhren wir, dass man dies nur erreichen könne, wenn man im Vertrag einen festen Termin zur Fertigstellung aller Arbeiten vereinbart hätte. Danke für die Info - wir hätten sie vor ca. 8 Monaten gebraucht! Das ändert aber nichts, wir müssen schließlich zum 31.08. aus unserer Wohnung raus. Und da wir ja nun ein Grundstück besitzen, werden wir zur Not dort zelten.

Außerdem ist da ja auch noch die Sache mit dem Parkett. Das kommt nun leider erst in der 33. Woche. In der Woche sollten auch die Türen kommen und eingebaut werden. Das geht am besten, wenn der Fußboden bereits liegt. Auch von Vorteil wäre die "Anwesenheit" von Parkett, damit wir die Höhe des Fußbodenaufbaus in Küchen und Gästebad festlegen können. Aber wir kriegen nun erst einmal ein Stückchen Parkett und ein Stückchen Trittschalldämmung zur Probe, damit wir hier weiterkommen.

Gut, dass wir den ganzen August Urlaub haben, dann können wir wenigstens jeden Tag schuften, um unseren Termin zu halten. Und ausruhen können wir dann ja, wenn wir eingezogen sind.

Heute waren wir nur mal für ein Stündchen spachteln - die Räume unten sind nun wenigstens an den Wänden schon feingespachtelt. Die Decken sind echt gut geworden. Das Uniflott ist auch nicht ganz so sehr geschwunden wie vorher der Fermacell-Spachtel. Leider war wohl die eine oder andere Mischung etwas zu flüssig, und so hat es an einigen Stellen im Flur "Schwerkraftschäden" gegeben. Es ist nichts rausgetropft, nur mit "Welle" auf der Fuge getrocknet.

Wir wünschen Euch einen schönen Abend!
Reni, Torsten & Laura

Freitag, 27. Juni 2008

Wir haben einen Plan!

Wir haben unseren Umzugstermin festgelegt - am 29.08.2008 soll es soweit sein. Und wir haben einen "Masterplan", der uns die Zeit bis dahin verkürzen soll. Der sieht vor, dass wir ab heute spachteln. Ende nächster Woche sollte dann der Einbau der Zisterne und der Wasseranschluss erfolgen, am Montag, dem 07.07., kommt dann die EnBW und macht den Hausanschluss. In der Woche sollte dann auch noch der Elektriker von Kampa kommen und die Verbindung zur Hausverteilung herstellen, damit die EnBW die Zähler einbauen lassen kann. Mal sehen, wie lange das dauern wird. Jedenfalls werden wir so lange noch keinen Strom im Haus haben.


Bis zur 30. KW wollen wir die Spachtelei abgeschlossen haben und beginnen zu tapezieren und
Fliesen zu verlegen. Was nicht heißt, dass wir uns nicht freuen würden, eher fertig zu werden! In der 33. KW kommen die Innentüren und Sanitärobjekte. Bis dahin müssen dann auch die Fliesen und Fußböden fertig sein. Die 34. Woche ist für die Einrichtung der Lüftungsheizung und Restarbeiten vorgesehen. In der 35. KW wird dann im Akkord gepackt und am Freitag ist dann der große Umzugstag.





Die letzte Woche haben wir mit Vorfreude auf die "Zeit des Werkelns" verbracht. Schön, endlich auch selbst Hand im eigenen Haus anlegen zu dürfen! Und eigentlich dachten wir ja, alles wäre bereit für unseren großen Einsatz. Leider hatten wir vergessen, mit unserem Bauleiter eine Deadline zu vereinbaren, bis zu der die Mängel aus unserem Protokoll beseitigt sein sollten. Ja, wir lernen es anscheinend nicht - ohne festen Termin läuft gar nichts. Also haben wir um die Schäden herumgespachtelt. Und dabei mussten wir feststellen, dass die Decke im Gästezimmer nicht ganz fest ist. Wenn man mag, kann man die Deckenhöhe vor dem Fenster um ca. 5 cm erhöhen, geht ganz leicht - aber muss das so? Das haben wir auch unseren Bauleiter per eMail gefragt und erwähnt, dass wir das eigentlich nicht so gerne hätten. Natürlich haben wir nicht vergessen, nochmal an die anderen 6 "Problemzonen" zu erinnern (zum Glück ist das bei Häusern nicht so schlimm wie bei Mädels)!
Aber da heute schon Freitag ist, gehen wir mal davon aus, wir können das Wochenende noch ganz ungestört spachteln, bevor uns die Handwerker heimsuchen.



Der Beginn unserer Spachtelzeit war ein voller Erfolg. Heute haben wir die beiden Bäder , das Gästezimmer und den unteren Flur geschafft - bisheriger Materialeinsatz: 20 Kilo Fermacell - Fugenspachtel. Der Tipp mit dem Schwammbrett war übrigens echt toll! Die Spachtelspuren sind fast nicht mehr zu sehen. Und dann muss man ja bekanntlich auch kaum schleifen. Leider
müssen an einigen Wänden die Klammern noch extrem nachgearbeitet werden. Viele stehen so weit vor, dass man nicht recht spachteln kann. Aber den Hammer für den morgigen Einsatz ist schon eingepackt. Außerdem werden wir schon mal die Sitzgarnitur von unserer Terrasse mitnehmen.

Besonders bedanken wir uns heute bei Stefan, der heute früh mutig mitgespachtelt hat. Laura hat heute ihre Baustellenweihe erhalten und tapfer das Schwammbrett geschwungen. Hat sie wirklich toll gemacht!

Liebe Grüße an alle!
Reni, Torsten & Laura

Montag, 9. Juni 2008

"Übrigens - Sie schulden uns noch 120.000,- €!"

Diese Information bekamen wir heute. Nicht etwa schriftlich, wie man es bei einer Zahlungserinnerung erwarten könnte. Nein, von unserem Bauleiter! Telefonisch, direkt nach der Absprache zur Technikabnahme, etwa so: "Ach übrigens, wir kriegen noch ungefähr 120.000,- € von Ihnen, da bringen Sie uns ganz schön in Bedrängnis!"

Also, kurz durchatmen und nachdenken:
Ganz sicher hat unsere Bank den geforderten Betrag am 26.05.2008 an Kampa überwiesen. Zurückgekommen ist der Betrag auch nicht, das hätte uns die Bank in 14 Tagen ja wohl mitgeteilt. Auch die Zinsabrechnung war korrekt. Folglich vorerst kein Grund zur Beunruhigung.
Da wir uns ja ohnehin um 17.00 Uhr auf der Baustelle zur Technikabnahme treffen wollten, konnten wir noch Erkundigungen einziehen. Kurios erschien uns dann, dass er auf unsere Bitte hin, sich bei Kampa rückzuversichern, nur meinte, das bräuchte man nicht. Also gut!

Zu Hause haben wir dann kurz die Belege angesehen und festgestellt, dass die Rechnung, die Kampa uns gestellt hat, nicht ganz richtig ist. Da es sich um eine Rechnung über den Nettobetrag handelte, haben wir das nicht gleich gemerkt. Außerdem erhielten wir bisher immer Abschlagsrechnungen, die wir brav bezahlt haben. Einen detaillierten Zahlungsplan haben wir seit einiger Gutschriften sowieso nicht mehr. Den haben wir zwar mehrfach angefordert, aber bisher keinen erhalten. So haben wir uns entschlossen, die Zahlungen vorerst wie verlangt zu leisten und bei der letzten Rate mit der Auftragssumme zu vergleichen.

Mit dieser neuen Preiserkenntnis im Gepäck sind wir dann zur Abnahme aufgebrochen. Herr Schnitzer konnte nicht so recht verstehen, warum wir nicht gerade freudig auf die Nachricht reagierten, die Zahlungen seien doch alle ordnungsgemäß eingegangen, nämlich am 28.05.2008. Und seine Offene-Posten-Liste sei schon vom 26.05.2008, und da sei unsere Zahlung eben noch nicht da gewesen. Auch der Hinweis, dass die Fälligkeit erst am 30.05.2008 war, konnte ihm kein "oh, Tschuldigung" entlocken, also haben wir es großzügig dabei bewenden lassen. Für die falsche Rechnung sei er nun aber wirklich nicht zuständig, das müsse der Innendienst machen - sprich Herr K., der dann morgen die große Freude haben wird, von uns zu hören.

Die Technikabnahme verlief eher unspektakulär. Bis auf das aufliegende Gehäuse der Lüftungsheizung und die fehlende Schalterplatte im Flur gab es keinerlei Beanstandungen. Die wird wohl gebracht, wenn der Anschluss der Energieversorgung erledigt wird.

Apropos Stromanschluss: Herr S. meinte, der 07.07.2008 sei aber sehr spät für den Hausanschluss! Da hätten wir uns aber schon eher mal drum kümmern müssen! Wir haben ihn vorsichtig darauf hingewiesen, dass der Antrag von Kampa gestellt wurde und uns das Angebot der EnBW erst letzte Woche erreicht hat! Damit war der Termin dann gar nicht mehr spät, eher gut gewählt. Wie schon Herr Einstein so treffend formulierte: alles ist relativ.

Ja, und weil wir heute erst so spät auf die Baustelle konnten zur Technikabnahme, konnte auch der Estrich heute noch nicht verlegt werden, muss schließlich vorher alles abgenommen sein - eigenen Selberschuld sozusagen! Leider waren wir aus beruflichen Gründen außer Stande, innerhalb von 15 Minuten einen Baustellentermin wahrzunehmen.

Aber der Plan mit Blower-Door-Test diese Woche steht anscheinend noch. Jedenfalls hat er heute nicht gesagt, dass es nicht geht. Wobei das möglicherweise nichts heißen muss. Wir sind jedoch frohen Mutes und harren der Dinge, die da kommen sollen.

Liebe Grüße an alle,
Reni, Torsten & Laura

Freitag, 6. Juni 2008

... wird endlich gut!

Wer hätte das gedacht? Die Wasserleitungen sind vollständig verlegt! Auch der Verteilerkasten ist verkabelt und beschriftet, alle Leitungen sind da, die Abdeckungen sind alle dran - auch wenn sie zum Spachteln und Tapezieren wieder ab müssen. Wir können unser Glück kaum fassen - alles ist fertig und der Estrich kann kommen!


Wahrscheinlich hat Euer aller Daumendrücken geholfen - vielen Dank an Euch!!!

Und das ist noch nicht alles:
Nächste Woche kommt auch das Gerüst weg.
Und da man ganz schlecht die Fassade verputzen kann, wenn man oben nicht ankommt, heißt das ja wohl, dass auch die Putzarbeiten bis dahin erledigt sein müssten! Wir werden in einer Woche schon ein "fertig angezogenes" Häuschen haben? Wir können es noch gar nicht glauben. Für alle, die es noch nicht wissen, es wird zweifarbig verputzt - hauptsächlich weiß, am Erdgeschoss wird es aber teilweise dunkelrot. Freut Euch schon mal auf die Fotos zum nächsten Wochenende!

So sieht es im Moment aus:

Der Blower-Door-Test soll auch nächste Woche über die Bühne gehen. Gut, denn dann können wir schon ab dem Wochenende spachteln! Vorher werden wir uns nochmal informieren müssen, was es für Grenzwerte bei der Messung gibt und was alles nicht abgeklebt werden darf. Herr S., der neben Bauleiter anscheinend auch Blower-Door-Tester ist, kündigte schon an, die von ihm getestenen Häuser hätten immer gute Werte. Allerdings ließ seine Formulierung keine Rückschlüsse darüber zu, ob er in der letzten Zeit immer gut abgedichtete Häuser testen musste oder ob er hervorragend in der Lage ist, die Werte zu manipulieren. Aber wir werden bei dem Test vor Ort sein und, wenn man unseren Gutachtern glauben kann, spürt wohl problemlos jeder Laie die undichten Stellen auf, da es dort ziehen soll wie Hechtsuppe. (Keine Ahnung, woher diese Redewendung kommt!)

Auf unserem heutigen Inspektionsgang haben wir schon einige Baumaterialien auf den Dachboden schaffen können - hatten wir erwähnt, dass wir nicht nur eine Ausziehtreppe, sondern auch ein Geländer oben auf dem Boden haben, von dem wir bisher gar nichts wussten? Jedenfalls hat letzteres die Einlagerung der Verlegeplatten, die von der Zwischendecke übrig geblieben waren, doch erheblich erschwert. Außerdem fanden wir noch 1 Eimer Kleber, 1/2 Sack "Spachtelpulver", Rohrstücken, Fermacellplatten und zwei Gipskartonplatten. Alle Dinge bis auf den Gipskarton haben wir brav nach oben getragen. Die Platten haben uns die Trockenbauer in weiser Voraussicht an die Wand geschraubt, damit sie nicht im Estrich versinken oder draußen im Regen ertrinken - fanden wir sehr nett!


Ach, und schaut mal, wer auch schon sein Baustellenschild aufgestellt hat - jetzt wo alles fertig ist?


Am Wochenende werden wir noch die Getränkekisten an den Händler zurückgeben und außen ums Haus ein bisschen aufräumen. Außerdem steht ja noch der Gang zum Baustoffhändler auf dem Programm und Formel 1 und Fußball-EM ist ja auch noch! Wir werden sehr beschäftigt sein und falls nicht, werden wir uns des Rest der Zeit in Vorfreude auf die kommenden Ereignisse sonnen!!!!

Das ist die Aussicht aus unserer Haustür - das Wetter wird hoffentlich besser, aber sonst ist es doch schon sehr schön, oder?



Liebe Grüße an alle!
Reni, Torsten & Laura

Donnerstag, 5. Juni 2008

Was lange währt...

... ist in unserem Fall der Transport des fehlenden Wasserinstallationsmaterials. Die Tatsache, dass es von Nürnberg bis zu uns 2 volle Tage benötigt, ließ kurz die Frage aufkommen, ob man es statt in einen LKW versehentlich in die Rucksäcke des örtlichen Wandervereins verladen hat! Aber wahrscheinlich hat man es zu Fuß losgeschickt und es hat sich auf der Suche nach einer kleinen verloren gegangenen T-Verbindung über ganz Baden-Württemberg verteilt! Jedenfalls hoffen alle Verantwortlichen, dass die Odyssee bis mogen vormittag beendet sein wird und die Rohre sicher in unserem Haushafen eingelaufen sein werden. Wir wissen ja, was zuletzt stirbt, oder?

Heute trafen wir Herrn S. auf der Baustelle. Und was sollen wir sagen? Er hat veranlasst, dass die äußere Ziegelreihe auf unserem Designerdach nun doch angeschraubt wurde. Obwohl das eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre! Es gibt nämlich für so ein Dach wie das unsrige gar keine Vorschriften! Wir waren einigermaßen verblüfft, hatten uns aber nach einem kurzen Moment soweit wieder im Griff, dass wir noch fragen konnten, warum denn die Befestigung doch noch gemacht wurde, so ganz ohne Vorschriften. Also: ehe man sich mit unserer Gutachterin - die ja schließlich nur Paragraphen-reitend an unser Geld will und deshalb was finden muss - anlegt, hat man es lieber angeschraubt. Obwohl man nicht hätte müssen. Und obwohl es gar keinen Grund zur Veranlassung gibt. Und obwohl die Ziegel gar keine Löcher hatten. Nur, um jeglichen Streit zu vermeiden. Sind sie nicht nett?

Das war das Zuckerbrot. Die Peitsche folgte auf dem Fuße - also morgen dreht sich estrichmäßig kein Rad mehr! Wer glaubt, wir wären überrascht, ist noch neu in unserem Blog. Also waren wir angemessen bestürzt und gaben ihm die Gelegenheit, uns mit einem huldvollen "Estrich am Montag" aus unserem Tal der Tränen zu befreien. Und das Sahnehäubchen: Blower-Door-Test auch schon nächste Woche! Wir fühlten uns gemäß Protokoll getröstet und gingen unserer Wege.

Also werden wir morgen Mittag unsere Mini-Einweisung in die Fähigkeiten und Tücken unserer Elektroanlage erhalten und im Übrigen das Haus beräumen. Vielleicht nutzen wir den Samstag, um uns in der Umgebung nach Baustoffhändlern umzusehen und ein bisschen um Prozente zu feilschen.

Liebe Grüße an alle, die mit uns fiebern! Ein großes Dankeschön an alle, die uns immer soo liebe Kommentare schreiben - und besonderen Dank an die Kommentierer, die sich unserer Spachtelfrage angenommen haben!
Reni, Torsten & Laura

Mittwoch, 4. Juni 2008

Schon beinahe Endspurt!

Wenn´s einmal läuft, dann ist es nicht aufzuhalten. So auch auf unserer Baustelle.

Die Gipskartonplatten sind alle an den Wänden und Decken. Nicht immer so ganz gerade, das muss man sagen. Aber im Großen und Ganzen ist es ganz gut geworden. Die größten Spalten sind sogar schon zugespachtelt. Das haben nicht wir gemacht, sondern die Trockenbauer!
Und ob Ihr es glaubt oder nicht, das Häuschen sieht wieder ein bisschen größer aus.

Auch Wasser- und Strominstallation gingen munter weiter.
In fast allen Zimmern sind schon die Steckdosen und Telefon- und TV-Anschlüsse angebaut. Noch hängen zwar viele Kabel im Weg herum und aus Wänden heraus, aber es wird!
Außerdem braucht sich auch keiner zu hetzen, die fehlenden Wasserrohre kommen sowieso erst am Freitag vormittag. Unten sieht es schon gut aus - rote Rohre auf blauem Grund wohin man schaut.


Im Badezimmer oben dagegen klafft ein riesiges Loch mitten im Fußboden! Nahezu senkrecht in die Luft ragen zwei Rohre heraus, ca. 2 Meter lang. Auf unsere Nachfrage erklärte der Wasserinstallateur sehr aufgeräumt, die sollten eigentlich so stehen bleiben - wenn wir sie schön anstreichen, würden sie kaum auffallen!! Wir haben kurz darüber nachgedacht und uns gut gelaunt für pink entschieden. Das gefiel ihm dann doch nicht so recht und nun werden sie in den Boden verlegt - allerdings erst zusammen mit dem noch fehlenden Material.


Schade nur, dass die Installateure morgen hätten fertig werden können und nun bis Freitag bleiben müssen. Jedenfalls wissen wir schon, dass es am Freitag eine kurze Einweisung geben wird, bevor die Handwerker abreisen. Ob dann der Estrich noch Freitag kommt, bleibt abzuwarten. Eine Info haben wir noch nicht.

Aber auch außen hat sich einiges getan. Auf die Übergänge zwischen Ober- und Untergeschoss wurden heute Haftgrund und Gaze aufgebracht. Man kann auch schon sehen, wo mal der
farbige Putzabschnitt sein wird. Außerdem sind jetzt außen alle Schraubenlöcher verschlossen und es gibt eine Reihe von Styropor-Elementen am Sockel. Da ist auch ein kleines Malheur passiert, denn genau das vor der Haustür ist ein kleines bisschen windschief. Aber alles in allem - unser Häuschen macht nun schon einen guten Eindruck nach außen hin!


Die Bodentreppe ist eingebaut und funktionsfähig. Einen Blick auf
den Dachboden haben wir auch schon geworfen und festgestellt, dass dort genug Platz ist, um neben Weihnachts- und Ostersachen auch noch andere wichtige Dinge, die einem im Weg rumstehen, unterzubringen.
Allerdings müssen noch Platten verlegt werden, damit es dort einen Fußboden gibt und die Isolierung von oben geschützt wird. Auch Dachisolierung werden wir hier irgendwann noch nachrüsten, aber nicht diesen Winter.

So, genug neues für einen Tag.
Liebe Grüße
Reni, Torsten & Laura

P.S.: Erinnert Ihr Euch an das Loch in der Wand im Bad? Das sieht jetzt so aus!

Dienstag, 3. Juni 2008

Alles zu seiner Zeit

Und zwar gleich!
So kamen wir uns jedenfalls heute vor. Herr S. rief tatsächlich auf unsere eMail von Freitag an, um uns zu sagen, dass der Estrich noch für Donnerstag geplant sei. Allerdings könne es Verschiebungen geben wegen der Heizungsrohre, die noch im Estrich verlegt werden sollen.

Für unsere Lüftungsheizung? Seltsam.
Oh, nein, es sind die Elektroleitungen! -
Aber werden die nicht bei Libella ausschließlich in der Decke verlegt?
Ach ja, es sind Wasserrohre, die fehlen!

Gut, das könnte stimmen. Wenn diese besagten Rohre also nicht spätestens morgen da sind, dann muss der Estrich-Termin verschoben werden. Auf Freitag. Oder Montag. Aber spätestens Dienstag wird Estrich gegossen werden, auf keinen Fall später! Gut zu wissen, wenigstens gibt es eine Deadline und die ist nicht erst in 6 Wochen.


Als wir dann nach Feierabend unser zukünftiges Domizil ansteuerten, waren wir voll der Vorfreude auf die vielen schönen Dinge, die sich ereignet haben sollten. Und tatsächlich, es wimmelte dort im wahrsten Sinne des Wortes vor lauter Werktätigen. Jeder ging seinem Werk nach: Elektrokabel ziehen, Wasserleitungen verlegen, Pläne studieren, Abstände messen, Platten sägen, Gipskarton anschrauben, Treppe einbauen... . So muss es in einem Termitenbau sein - und wir mitten drin!

Nachdem wir alle begrüßt und alles bestaunt hatten, fanden wir es eine gute Idee, auf unsere gute Laune und den lang ersehnten Fortschritt eine große Runde Kaffee und Kuchen auszugeben.

Zum Thema Verspachteln gibt es sozusagen eine neue Entwicklung:
Jemand, dessen Urteil wir in diesem Punkt vertrauen und den wir hier nicht näher benennen möchten, hält von der ganzen Warterei während der Trocknerei nicht die Bohne - Begründung: Ob das Fermacell nun vor oder nach dem Spachtel austrocknet, ist unerheblich, Hauptsache es trocknet!. Wenn man spachtelt, zieht sowieso wieder Feuchtigkeit ein. Also kann doch lieber alles zur selben Zeit trocknen, verspachtelt oder nicht!
Wichtig ist nur, dass man ein paar Tage wartet, nachdem der Estrich gegossen wurde, damit dieser sich setzen kann. Danach nur die Fenster ankippen, warten bis die feuchte Luft abgezogen ist und losgespachtelt. Und wenn der Spachtel trocken ist, könne man sogar schon tapezieren ! Nur Fliesen und Bodenbeläge sollte man erst nach vollständiger Trocknung des Estrich, also ab ca. der 5. Woche nach Einbringen, verlegen.


Bezüglich des Materials lautete die eindeutige Empfehlung: ab in den Baumarkt! Da gibt´s das auch und zwar günstiger! Scheint so, als wären wir ein Stück weiter!

Noch eine gute Nachricht: Der Strom-Hausanschluss kommt am 07.07.2008 - das ist jedenfalls unser Wunschtermin, den wir den EnBW mitgeteilt haben. Mit dem Tiefbauer haben wir nämlich besprochen, dass die Erdarbeiten für die Versorgungsleitungen und Abwasser sowie die Zisternenlieferung in der ersten Juli-Woche stattfinden können. Der Anschluss an die Wasserleitung wird dann auch gleich gemacht und die Telekom legt ihr Kabel direkt in einem Arbeitsgang mit der EnBW. Und dann sind wir angeschlossen!

Morgen wird dann der Trockenbau abgeschlossen sein und wir werden den neuesten Stand der Dinge um die Wasserrohre erfahren.

Liebe Grüße
Reni, Torsten & Laura

Montag, 2. Juni 2008

Jetzt aber schnell!

Heute waren wir nur kurz auf der Baustelle - und leider ohne Fotoapparat. Deshalb reichen wir die Bilder morgen nach.

Ja, was gibt es neues? Wir hatten heute gute 30°, folglich hatten der Wasser- und der Elektroinstallateur bei unserem Eintreffen mächtig Schweißperlen auf der Stirn. Sie waren da seit dem frühen Nachmittag und haben schon fleißig gewerkelt.

Mit dem Wassermann haben wir gleich die Lage des Wasser- und Abwasseranschlusses für die Waschmaschine besprechen können. Er kann wohl tatsächlich bis Donnerstag fertig sein.

Der Herr vom Strom war schon im Dachgeschoss zugange und stand ein bisschen unter Druck. Die Ankunft der Trockenbauer morgen, die eigentlich schon für heute geplant war, schwebt anscheinend wie ein Damoklesschwert über ihm - ist wohl noch nicht alles Material vor Ort! Ob es nicht geliefert oder bei uns vor der Tür entwendet wurde, wird auf ewig Kampas Geheimnis bleiben. Er hatte jedenfalls vor, heute noch im Dachgeschoss so viele Zimmer fertig zu installieren, wir mit dem Material möglich. Dann sollten er und die Trockenbauer sich morgen wenigstens nicht im Weg stehen.

Wegen der etwas verunglückten Schalterkonstellation an der Treppe im Flur präferieren wir die Möglichkeit, statt zweier Schalter mit je einer Wippe nur einen Schalter mit zwei Wippen einbauen zu lassen. Das haben wir aauch schon mit dem Elektriker besprochen. Neben das verwendbare Loch in der Wand kann man wohl kein zweites bohren, ohne die Treppe nachhaltig zu beschädigen. Außerdem ist das mit der Dichtfolie dann so eine Sache. Schließlich wurden die Bohrungen an den Verkleidungen der Außen wände nicht umsonst schon an die vorgesehene Stelle gesetzt!

Auch die Elektroinstallation soll, wenn alles gut geht, bis Donnerstag abgeschlossen sein - fehlt noch das "okay" für den Estrich.

Noch ein kleines Anliegen in eigener Sache: Wir stehen immer noch vor der "Spachtelfrage" - Material vom Kampa oder doch lieber selbst im Baumarkt besorgen? Wäre nett, wenn Ihr uns Eure Erfahrungen erzählen könntet - so als Entscheidungshilfe! Lieben Dank an Euch!

Herzliche Grüße aus BW
Reni, Torsten und Laura

Samstag, 31. Mai 2008

Jetzt wird´s warm!


Ratet, was das ist!
Richtig, unser Technikraum - inclusive der Lüftungsheizung (in blau) und dem Gerät zur Wassererwärmung ( in silber)! Knappe zwei Tage haben die Handwerker gebraucht, und schon sieht es aus, als hätten wir Besuch von Außerirdischen gehabt, die die Hälfte ihres Raumschiffes in unserem Technikraum vergessen haben. Aber lasst es aussehen, wie es will, Hauptsache, es ist vollbracht! Noch ist natürlich nichts angeschlossen! Dazu fehlt noch der Hausanschluss.

Als wir uns die Befestigung des Wärmetauschers angesehen haben, sah es so aus, als würde das Aggregat auf der linken Wandhalterung direkt aufliegen, während an der rechten Seite zwischen Halterung und Gehäuse ca. 5 mm Luft sind - durch einen höheren Gummipuffer. Jetzt sind wir ein wenig besorgt, ob an der Kontaktstelle nicht Vibrationen des Gerätes auf die Holzkonstruktion übertragen werden - das klären wir aber noch.

Jetzt laufen Unmengen von Leitungen durch unser ganzes Haus, es gibt Wand-, Decken- und Fußbodenauslässe an allen Ecken und Enden, selbst in unserem begehbaren Kleiderschrank in Schlafzimmer! Die Kanäle in den Wänden hat man komplett mit rotem Isoliermaterial verpackt.



Die auf dem Fußboden liegen nur auf diesem Material und sind im übrigen bisher "nackt". Aber alle Stellen, an denen Kanalstücke miteinander verschraubt wurden, hat man mit silberner Klebefolie quasi luftdicht abgeklebt.


Es geht voran - die Arbeiten lagen ja nun seit letztem Dienstag auf Eis und nun geht es weiter! Dachten wir wenigstens.

Dieser Stand der Dinge war der von Donnerstag nachmittag. Und nach unseren Informationen, die wir von Herrn S. (Bauleiter) exklusiv am Montag erhielten, sollten die Installationsarbeiten für Wasser und Strom bis gestern abend abgeschlossen sein - schließlich kommen am Montag die Trockenbauer und verschließen alle Öffnungen, damit der Estrich gegossen werden kann!

Gestern abend fuhren wir also auf die Baustelle - in freudiger Erwartung, die vollendete Technikinstallation bewundern zu dürfen. Und waren sehr überrascht, dass sich seit Donnerstag so gar nichts getan hatte! Von unserem Bauleiter haben wir leider nichts gehört, also sind wir nach Hause gefahren, um unseren eMail-Account zu überprüfen - vielleicht haben wir ja was nicht mitgekriegt?

Auch hier Fehlanzeige - leider. Jedenfalls haben wir uns entschlossen, gute Miene zu welchem Spiel auch immer zu machen und eine freundliche eMail an unseren Bauleiter geschrieben.
Neue Informationen haben wir bisher nicht erhalten. Da es aber schon Freitag abend war, werden wir wohl bis Montag warten müssen, Herr S. arbeitet sicher auch nicht am Wochenende.
Dass die Zusage des Bauleiters nicht eingehalten wurde, ist traurig. Keine Ahnung, woran es gelegen hat. Und das ist das weitaus größere Problem! Nennt uns pingelig, aber ist es unverschämt zu erwarten, dass man uns kurz informiert, wenn sich die Arbeiten um x Tage verschieben aus diesem oder jenem Grund? Wir fühlen uns zurück versetzt in unsere Planungsphase, in der dies der "Normalzustand" war.

Uns bleibt im Moment nur, bis Montag zu warten und zu hoffen, dass uns niemand sagt, der Estrich könne nun doch nicht kommen. Das wäre echt übel für unsere persönliche Zeitplanung! Schließlich müssen wir heute kündigen, damit wir bis zum 31.08.2008 aus unserem Mietvertrag rauskommen! Je später der Estrich kommt, um so später können wir mit den Spachtel- und Tapezierarbeiten anfangen. Die waren eigentlich für dritte Juni-Woche geplant, müssen aber nun, wenn es mit dem Estrich noch bis Freitag klappt, mindestens bis Anfang Juli verschoben werden - Trockenzeit der Fermacell-Platten ca. 4 Wochen. Ab Mitte Juli, also frühestens 6 Wochen nach Estrichtermin, können wir dann erst Fußböden verlegen. Aber noch ist das alles irgendwie zu schaffen - hoffen wir wenigstens.

Melden uns Montag wieder, hoffentlich mit einem neuen Zeitplan, der vom alten nicht allzu sehr abweicht!
Liebe Grüße an alle
Reni, Torsten & Laura

Mittwoch, 28. Mai 2008

Lange Leitungen

Heute sind wir wie geplant nach Feierabend auf die Baustelle gefahren. Unsere Freude war groß, als wir tatsächlich Arbeiter dort antrafen. Sie waren fleißig dabei, die Kanäle für die Lüftungsheizung zu verlegen.

Überraschend für uns wurden alle Leitungen auf dem Fußboden des Dachgeschosses verlegt!
















In einem anderen Blog haben wir gesehen, dass die Leitungen unter der Decke des Erdgeschosses installiert wurden und dafür an den Balken Aussparungen nötig waren. Anscheinend gab es statische Gründe, weshalb diese Variante nun nicht mehr gebaut wird. Jedenfalls hat es nichts mit unserer Erdbebenzone zu tun, sondern wird generell nicht mehr gemacht.



Jetzt haben wir auch gesehen, warum einige Teile der vorgefertigten Wände bisher nicht mit Tackerklammern befestigt wurden: sie müssen noch mal entfernt werden, um dahinter z.B. Lüftungsrohre zu befestigen. Die Abstände zu den umliegenden Platten sind recht groß - ca. 0,5 cm - da geht bestimmt ´ne Menge Spachtelmasse rein!

Apropos Spachtelmasse: wir haben uns von Kampa das Material zum Verspachteln anbieten lassen - es kosten ca. 2.700,- €. Genaue Angaben über die im Paket enthaltenen Mengen der einzelnen Materialien konnten wir bisher noch nicht erhalten, das macht den Preisvergleich einigermaßen schwierig. Wir überlegen noch, ob wir dieses Angebot annehmen sollen. Verlockend wäre vor allem die Lieferung direkt auf die Baustelle.

So lag das Installationsmaterial in unserem Wohnzimmer. Wir waren einigermaßen erleichtert, dass wir uns damit nicht selbst abmühen müssen. Sieht stark nach einem Puzzle aus, dessen entgültige Form man noch nicht genau kennt.






Ob die Installateure auch die Elektro- und Telefonleitungen einziehen werden, haben wir noch nicht herausgefunden. Danach können wir morgen fragen.

Heute bekamen wir wichtige Post von unserem Energieversorger. Das konkurrenzlose Angebot für den Hausanschluss zum unterschreiben und zurückschicken und gleich dazu ein Angebot für Kabelfernsehen - könnte man ja in einem Rutsch legen! Wir haben uns hier schon entschieden und werden unsere Satellitenanlage behalten.

Liebe Grüße an alle,
Reni, Torsten & Laura

Montag, 26. Mai 2008

Und wie weiter?

Tja, das ist die Frage des Tages. Wir haben jedenfalls seit letztem Dienstag von unserem Bauleiter nichts gehört. Unsere letzte Information ist, dass es diese Woche weitergehen sollte.

Also haben wir heute morgen, nachdem die Stippvisite auf dem Bau nicht als gähnende Leere ergab, schnell mal beim Bauleiter angerufen - keiner zu erreichen. Nun galt unser nächster Anruf Herrn K., unserem Sachberarbeiter im Innendienst - selbe Frage: wie geht´s denn nun weiter? Nun, er wusste es auch nicht, betonte aber, das sei ganz normal so. Er hätte nun alles an den Bauleiter abgegeben und der sei nun unser Ansprechpartner - na toll! Wenigstens hat er sich bereit gefunden, die eMail wegen der offenen Fragen aus der Rohbauabnahme, die er noch nicht gelesen hatte, zur weiteren Bearbeitung an den Bauleiter weiterzusenden. Außerdem wollte er noch veranlassen, dass wir zurückgerufen werden, vom Bauleiter.

Und was sollen wir sagen - Herr S., seines Zeichens unser Bauleiter rief zurück! Nicht sofort, eher am frühen Nachmittag, aber wenigstens war er am Telefon.
Also haben wir brav unsere Frage wiederholt und erhielten zur Antwort, das wisse er doch nicht. Unsere Überraschung kann sich sicher jeder vorstellen. Langsam aber sicher gingen uns die Optionen aus, noch jemanden anzurufen, der Bescheid wissen könnte!
Immerhin konnten wir ihm die Information entlocken, dass die Technikinstallation nur 2-3 Tage dauern würde und in jedem Fall bis Freitag erledigt wäre. Ab Montag sollen dann die Trockenbauer den Rest ihrer Arbeiten erledigen und zum Ende der Woche soll dann der Estrich kommen. Auch wenn er nicht weiß, wann die Leute denn nun wirklich kommen.

Unser Versuch, ihn wegen des lieblos abgestellten Materials zu sensibilisieren, ist leider gründlich fehlgeschlagen. Es sei gar nicht nötig, das Material zu sichern. Wenn es gestohlen würde, wäre ja der Lieferant, also Kampa, in der Haftung und müsste Ersatz schicken. Unser Einwand, dass es uns weniger um den finanziellen Schaden der Fa. Kampa als um die Einhaltung unseres Zeitplanes gehe, tat er großzügig ab mit dem Hinweis, es sei noch nie etwas von irgendeiner Baustelle gestohlen worden. Wir haben nicht mehr erwähnt, dass uns das nicht sonderlich beruhigt. Aber wenigstens war jetzt sein Standpunkt klar und die gegenseitige Interessenlage war kurz besprochen.

Da es nun keine neuen Entwicklungen gab, waren wir auch heute nicht mir der Kamera unterwegs. Morgen nach Feierabend werden wir dann mal nach dem Rechten sehen und hoffen, dass sich etwas tut. Den Karton vor unserem Haus konnten wir leider nicht hineinbringen - der enthaltene Warmwasserbereiter wiegt gefühlte 50 Tonnen und darf deshalb mitten in der Auffahrt stehen bleiben.

Ach, eine Neuigkeit gibt es doch noch, wir haben uns für unser Parkett-Design im Wohnzimmer entschieden - Moabi heißt das Holz und ist ziemlich dunkel. Aber der Braunton sollte super zu unseren buchefarbenen Türen passen.

Sobald es weitergeht, hört (besser lest) Ihr wieder von uns.
Liebe Grüße
Reni, Torsten & Laura

Mittwoch, 21. Mai 2008

Auf dem sicheren Weg nach oben

Gestern ging es auf unserem Bau zu wie in einem Taubenschlag.

Morgens um sieben trafen wir uns mit dem Schornsteinfeger, der unseren Schornstein vor dem Verkleiden noch ansehen wollte. Den Monteuren hatten wir sicherheitshalber Bescheid gesagt, nicht dass wir sie aus ihrem Wohnwagenbett hätten klingeln müssen, um in unser Häuschen zu kommen! Alle waren jedenfalls schon schwer beschäftigt, als wir da ankamen. Der Kaminfeger kam ein bisschen später, war aber mit dem Schornstein sehr zufrieden. Dass es eigentlich nicht erlaubt ist, Revisionsöffnungen in einem Wohn- oder Aufenthaltsraum zu haben, wussten wir bislang noch nicht. Jedoch beruhigte uns der Fachmann damit, dass sein Chef das schon abnehmen würde, schließlich sei diese Art des Verschlusses "schon das neue System". Wir wollten gar nicht wissen, wo nun genau der Unterschied liegt. Aber ein erneuter Besuch des Kaminfegers scheint unausweichlich zu sein, spätestens wenn wir die Kaminentscheidung getroffen haben. Aber bis dahin ist ja noch Zeit.

Auch der fehlende Teil des Schornsteines ist noch nicht aufgemauert - nun ja, der Tag ist ja noch jung, vielleicht wird´s ja noch was!

Unsere Montagejungs wurden am frühen Nachmittag fertig und sind vorübergehend abgereist. Nächste Woche stellen sie wohl ein Haus in der Nähe auf und sind dann ab Montag übernachster Woche wieder bei uns. Als Ablösung soll nächste Woche die Technik-Crew kommen - allerdings weiß man noch nichts genaues über den Termin. Wir werden wohl am Freitag an unseren Bauleiter eine SMS schreiben, um hier unser Informationsloch etwas zu schließen.

Wobei wir nicht hoffen wollen, dass das Defizit schon bei Kampa direkt besteht! Soweit wir wissen, gab es bis 14 Tage vor Baubeginn noch niemanden, der mit unserer Technikinstallation beauftragt wurde. Wir hatten nämlich wegen des Antrages auf Hausanschluss Kontakt mit einer Elektrofirma aus Frauenwald, die uns statt des Antrages zur Unterschrift gleich ihre komplette Akte geschickt hatten. Auf unsere Frage, ob wir dei Unterlagen einfach behalten sollten, sagte man uns, es könne sein, dass der Auftrag an sie gehen würde, deshalb bräuchte man die Unterlagen sicherheitshalber zurück.

Am Nachmittag kamen dann tatsächlich die Treppenbauer. Leider waren die nicht halb so aufgeräumt wie die Monteure, die wir bisher kennen gelernt haben! Wie schade für sie. Das Übergabeprotokoll sollten wir gleich bei unserer Ankunft schon mal unterschreiben. Ausgefüllt war ja schon alles - keine Mängel, keine anderen Gewerke beschädigt, ordnungsgemäß übergeben, keine sonstigen Bemerkungen - nur noch abzeichnen und am besten gleich wieder gehen! Wir wollten dann doch lieber warten, bis die Arbeiten abgeschlossen waren und haben dann die Treppe ausgiebig in Augenschein genommen.



So optisch war an der Treppe alles in Ordnung - Wangen aus Kiefernholz, Geländer und Stufen aus massiver Buche stabverleimt. Sieht toll aus!



Als alles begutachtet war, haben sie die Treppe wieder eingepackt. Nein, nicht in Kisten, eher so wie der Herr Christo das mit dem Reichstag gemacht hat! Die Trittstufen sind unter Bergen von Faserplatten und Luftpolsterfolie verschwunden. Das Geländer wurde zwar eher notdürftig abgedeckt, ähnelt aber in weiten Teilen tatsächlich einem Kunstwerk von Christo. Wir werden hier wohl noch mit einigen Decken nachhelfen, um auch tatsächlich jegliche Beschädigung zu verhindern. Gut, dass die Treppenbauer uns für alle Fälle eine Rolle mit Klebeband dagelassen haben.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber doch noch: tragischerweise blockiert die Treppe nun den Platz, an dem zwei Schalterdosen vorgesehen sind - vermutlich für Lichtschalter und Steckdose. Also haben wir hier ein Foto gemacht und diesen Umstand direkt an Kampa gemeldet. Heute war jedenfalls noch keine Reaktion von Kampa da, aber zum Glück läuft es ja nicht weg, so ein Haus.



Als wäre es noch nicht genug, bekamen wir auch per eMail die Info von unseren Gutachtern, dass die beiden noch offenen Fragen bisher nicht geklärt worden sind - die Abdichtung der Wände gegen die Bodenplatte gegen aufsteigende Nässe und die Befestigung der Ortgangziegel. Wegen des ersten Punktes hat sich weder Kampa noch der Bauleiter bei den beiden Gutachtern gemeldet. Die fehlende Befestigung der Ortgangziegel hat der Bauleiter als nicht notwendig angegeben. Begründung: die Zinkverkleidung wäre der Ortgang, deshalb bräuchte man die Ziegel nicht befestigen. Nicht, dass wir das hätten entkräften können!
Unsere Gutachter sind aber nun mal nicht nur teuer sondern auch besonders pingelig - letzteres zu unserem Glück! Deshalb haben sie die Sache nicht so ohne weiteres auf sich beruhen lassen, sondern sich damit beschäftigt und - oh Wunder - keinerlei Befreiungsvorschriften gefunden! Folglich muss nun die Fundstelle umgehend von Kampa nachgereicht oder die Befestigung vorgenommen werden.

Da wir hier nichts beizutragen hatten, haben wir diese eMail an unseren Kundenbetreuer weitergeleitet und um direkte Kontaktaufnahme mit unserem Gutachter gebeten. Leider befürchten wir, hier noch einige Male hinterhersteigen zu müssen. Diese Erfahrung haben wir während der Planungsphase einige Male machen dürfen, insoweit sind wir also vorbereitet.

Den Eltern von Stefan haben wir als Dankeschön für den Richtbaum einen Blumenstrauß geschickt. Wir hoffen, sie freuen sich darüber genauso sehr, wie wir über den tollen Richtschmuck.

Als wir gestern abend nochmals auf die Baustelle gefahren sind, fanden wir zwei riesige Pappkartons auf unserer Einfahrt vor.



Die standen auch am Nachmittag schon da, wobei wir davon ausgingen, sie gehören dem Treppenbauer. Nun standen sie aber immer noch da - was tun? Ein Blick auf den Lieferschein erleichtert manchmal eben die Ermittlung einer Eigentümers - und gelangten wir zu der weitreichenden Erkenntnis, das es unsere Kartons waren und es sich bei deren Inhalt um unsere Klimatechnik handelte. Was für eine Überraschung! Und noch eine größere, wieso die Anlage nebst aller Anschlussrohre so schutzlos draußen steht und keiner davon weiß! Jedenfalls haben wir unter tatkräftiger Nachbarschaftshilfe die Lüftungsheizung und die Anschlussmaterialien eingelagert. Man muss ja nichts herausfordern, oder? Gerade hatten wir in einem anderen Bau-Blog gelesen, dass auf deren Baustelle eingebrochen wurde und das Werkzeug komplett gestohlen wurde.
Jedenfalls haben wir Kampa auch dies mitgeteilt. Wenn schon Material geliefert wird und man weiß, dass niemand auf der Baustelle ist, sollte man doch wenigstens dafür sorgen, dass die Sachen nicht wie auf dem Präsentierteller rumstehen und der Lieferschein möglichst nicht gerade außen am Paket aufgeklebt ist! Nicht aufregen, nur wundern!

Zum guten Schluss gab es noch eine positive Meldung: Der Schornstein ist endloch hoch genug!



Zwar fehlt noch die Verkleidung, jedoch ist sowohl der Teil über dem Dach fertig gestellt als auch die Deckendurchführung bereits verschlossen. Schön sieht´s aus!



Jetzt ist erstmal Baupause bis wahrscheinlich Montag. Den Feiertag morgen und das Wochenende werden wir dazu nutzen, uns alle Ecken und Winkel genau anzuschauen. Das werden wir mit Sicherheit nicht alleine machen müssen, denn es haben sich schon einige unserer Freunde zur "Schlossführung" angemeldet. Außerdem werden wir dieses Wochenende nun endlich die Parkettentscheidung treffen.

Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Liebe Grüße
Reni, Torsten & Laura