Heute sind wir frohen Mutes auf unsere Baustelle gefahren, um die versprochenen Fotos vom Estrich zu machen. Gestern haben wir ja einige der Fenster im EG angekippt, und deshalb war es heute unten eher kühl, aber nicht soo feucht. Oben war es eher wärmer, dafür aber luftfeucht wie in einem Tropenhaus. Also haben wir jetzt auch oben die Fenster auf Kippstellung in der Hoffnung, es trocknet dadurch schneller. Die Fermacell-Platten fühlen sich durch die aufgenommene Feuchtigkeit richtig klamm an. Aber noch wollen wir ja nicht mit dem Spachteln beginnen, jedenfalls nicht, solange die Endabnahme vorbei ist. Und so sieht jetzt unser Wohnraum aus:
So sind wir also voller Enthusiasmus durch alle Räume gewandert und haben geschaut, ob alles in Ordnung ist. Und tatsächlich, unten im Flur ist der Abstand der Eingangstür zur Oberkante Estrich groß genug, dass wir dort unser Parkett legen können.
Sogar am oberen Treppenabsatz ist genug Platz, um den Fußboden so zu verlegen, dass wir mit der Oberkante genau mit der oberen Treppenstufe abschließen. Dass alles so passt, hat uns total gefreut. Mit dem Messfix haben wir dann also noch an einigen Stellen den Abstand zwischen Boden und Decke gemessen - nur um herauszufinden, wie eben der Boden denn so ist. Erstaunlicher Weise lagen alle sieben Messwerte im Erdgeschoss zwischen 250,4 cm und 250,7 cm, die Toleranz liegt bei 1 cm Abweichung auf 3 m. Da wir nicht davon ausgehen, dass der Estrichleger sich an etwaigen Unebenheiten der Decke orientiert hat, um die Messergebnisse zu manipulieren, haben wir wohl einen sehr ebenen Boden unter einer ebenfalls sehr ebenen Decke.
Durch all diese schönen Messergebnisse ermutigt, schritten wir zur Tat und vermaßen auch die Höhen im Dachgeschoss. Unserem ersten Impuls folgend wollten wir nur rasch die Höhe des Kniestockes messen, um sofort die Ebenheit des Estrichs weiter zu prüfen. Dazu kam es leider nicht mehr, da wir voller Entsetzen feststellen mussten, dass die Höhe des Kniestockes nicht wie gewünscht bei 138 cm liegt! Und wir reden hier nicht von einer Abweichung im Bereich von 1-2 cm! Der Kniestock ist aktuell zwischen 127 und 128 cm hoch, wobei noch mit 1 cm Bodenbelag kalkuliert wurde. Insoweit haben wir eine Abweichung von mindestens 11 cm!
Erinnert Ihr Euch an unseren Post "Phase 2"? Da haben wir Euch von der notwendigen Änderung der Dachneigung von 35° auf 42° erzählt, damit verbunden war auch die Korrektur des Kniestockes auf 138 cm. Die Planungsunterlagen, die wir dann zugesandt bekamen, enthielten allerdings die zeichnerische und rechnerische Änderung auf 45° Dachneigung und einen Kniestock von 130 cm. Wir haben das natürlich sofort beanstandet und erhielten die Information, die Unterlagen seien korrigiert worden und alles sei ganz unproblematisch. Eine Änderung der Unterlagen für den Prüfstatiker sei nicht nötig, da dieser die Abweichungen für so geringfügig erachte. Haben wir auch erst mal nicht angezweifelt - bis heute!
Was nun?
Also erst einmal werden wir darüber nachdenken, ob wir nicht irgendwie den Neigungswinkel unseres Daches selbst nachmessen können. Nicht, dass wir am Sonntag nichts besseres vorhatten! Am Montag werden wir dann vorsichtig versuchen, mit Herrn K., unserem Sachbearbeiter im Innendienst, Kontakt zu bekommen und das Problem besprechen. Sollten wir hier nicht weiter kommen, werden wir unsere Gutachter in die Spur schicken und die Prüfung in Auftrag geben. Selbst wenn die Dachneigung stimmt, bleibt noch die Abweichung beim Kniestock, die nicht unerheblich ist. Insoweit sind wir nicht so ganz sicher, ob die Werte des Blower-Door-Testes nicht falsch gewesen sind, schließlich musste neben der Grundfläche auch der umbaute Raum eingegeben werden. Wie viele Kubikmeter das nun im Einzelnen sind, werden wir noch ermitteln müssen bei 12 cm weniger Kniestock. Außerdem war nicht berücksichtigt, dass auch der Hauswirtschaftsraum wegen der noch offenen Hausanschlüsse für Strom und Wasser vollständig abgedichtet wurde und somit auch dieses Volumen im Endeffekt bei der Messung fehlte. Keine Ahnung, ob es was ausmacht, aber nachrechnen werden wir es gewiss, wenn das Protokoll kommt. Vielleicht lassen wir sogar nochmals nachmessen, denn was ein paar Kubikmeter mehr oder weniger ausmachen, können wir als Laien ja nicht wissen. Über die Kosten werden wir uns wohl noch mit Kampa unterhalten müssen.
Viel trauriger ist im Moment für uns, dass wir nun wohl mit dem niedrigeren Kniestock leben müssen. Zeit zum Abriss und Neuaufbau haben wir ja wohl nicht mehr, schließlich haben wir zum 31.08.2008 unsere Mietswohnung gekündigt. Es ist schon ein herber Einschnitt, dass wir bei Vertragsunterzeichnung noch eine Kniestockhöhe von 157 cm versprochen bekamen, die dann wegen eines Planungsfehlers von Kampa (oder Libella) auf 138 cm herabgesetzt werden musste und nun nicht mal mehr 130 cm beträgt und wir das nur durch Zufall herausfinden. Wir können mit Fug und Recht sagen, dass Kampa es hervorragend versteht, jedes Mal das neu gepflanzte und gehätschelte Vertrauen, das wir ja auch gerne in unsere Hausbaufirma haben möchten, in Grund und Boden zu stampfen.
Wir gratulieren herzlich, Kampa! Und macht Euch schon mal Gedanken, was es Euch diesmal wieder kostet, uns wieder zu "Kunden mit Imagetransferpotential" zu verwandeln!
Ein wenig frustrierte aber nicht hoffnungslose Grüße an alle
Reni, Torsten & Laura
Heute mal keine neuen Fotos, dafür aber morgen!
Schließlich können wir morgen rein ins Häuschen und den Estrich abnehmen! Außerdem steht der Blower-Door-Test auf dem Programm.
Von den Putzern war heute noch nichts zu sehen, aber die Woche ist ja noch nicht vorbei - wir sind noch "guter Hoffnung".
Liebe Grüße an alle und bis morgen!
Reni, Torsten & Laura
Schaut Euch das mal an:
Sieht gut aus, oder? Zwar können wir es nun nicht in seiner ganzen Schönheit betrachten, aber ein paar Bilder von gestern haben wir noch. Die Mischung haben die Estrichleger draußen gemacht - tatsächlich mit der Schaufel! Die Mischmaschine hat dann alles gemixt und in das Haus gepumpt, wo es dann verteilt werden musste. Im letzten Schritt wurde dann alles glatt gemacht - und fertig! Das ging natürlich nicht so schnell, aber gestern abend, also innerhalb eines Tages, war es vollbracht.

Jetzt müssen wir noch 3 Tage warten und können dann am Freitag das vollendete Werk betrachten.
Ab Dienstag oder Mittwoch werden wir dann vorsichtig anfangen zu spachteln - mal sehen, wie es geht. Momentan planen wir noch, die Arbeiten nach Feierabend und am Wochenende zu machen. Sollten wir jedoch nicht zurande kommen, nehmen wir uns frei und machen es im Akkord. Lieber würden wir jedoch im August Urlaub nehmen, um dann alles umzugsfertig zu machen - Fußböden verlegen, Küche einbauen, Kisten packen..., was eben so anfällt und Zeit kostet.
Da diese Woche auch noch verputzt werden soll, haben wir kurz mal nachgefragt, wie es denn nun mit der Verkleidung unseres Schornsteines aussieht. Eigentlich gab es nämlich eine Verkleidung, die aber leider aufgrund eines Versehens des Bestellers in unserem Dachboden verschwand. Nun haben wir einen aufgemauerten Schornstein mit Abdeckung, der aber noch etwas schmächtig aussieht. Außerdem ist er noch grau und sollte doch weiß sein!
Eine Verkleidung gibt es nun wohl nicht, dafür werden die Jungs von der "Putzkolonne" ihn wohl mit verputzen. Das heißt aber, dass unser Häuschen bis Freitag von außen absolut und endgültig fertig sein wird! Wir freuen uns riesig!!!!!!
Heute waren wir in Filderstadt bei der Fa. Hase zum Kamine gucken. Haben auch einige schöne gesehen, bleibt nur noch die Frage, ob unser Schornsteinfeger uns die Genehmigung gibt, einen Ofen einzubauen, der zwar mit Frischluft betrieben werden kann, jedoch nicht raumluftunabhängig ist. Wir haben sowohl bei Hase als auch bei Wodtke in Hirschau einige geeignete Modelle gesehen, die haben uns aber nicht so richtig überzeugt. Das Hauptproblem ist, dass wir den Ofen an eine lange Wand stellen wollen. Bei nur einer Sichtscheibe kann man die Flammen nur im Stehen bewundern, aber weder vom Essbereich noch von der Sitzgruppe aus. Also wäre ein Modell mit "Panoramaverglasung" toll. Die gibt´s aber nur als raumluftabhängige Modelle - und das ist leider schwierig in einem Haus wie dem unsrigen. Jetzt werden wir uns mit dem Kaminkehrer besprechen, denn auf dessen Meinung kommt es an. Er muss uns schließlich die Betriebserlaubnis erteilen.
Unsere Entscheidung für ein bestimmtes Modell haben wir erst einmal vertagt bis September.
So, das waren alle Neuigkeiten für den Moment. Wir melden uns wieder mit neuen Fotos!
Reni, Torsten & Laura
Diese Information bekamen wir heute. Nicht etwa schriftlich, wie man es bei einer Zahlungserinnerung erwarten könnte. Nein, von unserem Bauleiter! Telefonisch, direkt nach der Absprache zur Technikabnahme, etwa so: "Ach übrigens, wir kriegen noch ungefähr 120.000,- € von Ihnen, da bringen Sie uns ganz schön in Bedrängnis!"
Also, kurz durchatmen und nachdenken:
Ganz sicher hat unsere Bank den geforderten Betrag am 26.05.2008 an Kampa überwiesen. Zurückgekommen ist der Betrag auch nicht, das hätte uns die Bank in 14 Tagen ja wohl mitgeteilt. Auch die Zinsabrechnung war korrekt. Folglich vorerst kein Grund zur Beunruhigung.
Da wir uns ja ohnehin um 17.00 Uhr auf der Baustelle zur Technikabnahme treffen wollten, konnten wir noch Erkundigungen einziehen. Kurios erschien uns dann, dass er auf unsere Bitte hin, sich bei Kampa rückzuversichern, nur meinte, das bräuchte man nicht. Also gut!
Zu Hause haben wir dann kurz die Belege angesehen und festgestellt, dass die Rechnung, die Kampa uns gestellt hat, nicht ganz richtig ist. Da es sich um eine Rechnung über den Nettobetrag handelte, haben wir das nicht gleich gemerkt. Außerdem erhielten wir bisher immer Abschlagsrechnungen, die wir brav bezahlt haben. Einen detaillierten Zahlungsplan haben wir seit einiger Gutschriften sowieso nicht mehr. Den haben wir zwar mehrfach angefordert, aber bisher keinen erhalten. So haben wir uns entschlossen, die Zahlungen vorerst wie verlangt zu leisten und bei der letzten Rate mit der Auftragssumme zu vergleichen.
Mit dieser neuen Preiserkenntnis im Gepäck sind wir dann zur Abnahme aufgebrochen. Herr Schnitzer konnte nicht so recht verstehen, warum wir nicht gerade freudig auf die Nachricht reagierten, die Zahlungen seien doch alle ordnungsgemäß eingegangen, nämlich am 28.05.2008. Und seine Offene-Posten-Liste sei schon vom 26.05.2008, und da sei unsere Zahlung eben noch nicht da gewesen. Auch der Hinweis, dass die Fälligkeit erst am 30.05.2008 war, konnte ihm kein "oh, Tschuldigung" entlocken, also haben wir es großzügig dabei bewenden lassen. Für die falsche Rechnung sei er nun aber wirklich nicht zuständig, das müsse der Innendienst machen - sprich Herr K., der dann morgen die große Freude haben wird, von uns zu hören.
Die Technikabnahme verlief eher unspektakulär. Bis auf das aufliegende Gehäuse der Lüftungsheizung und die fehlende Schalterplatte im Flur gab es keinerlei Beanstandungen. Die wird wohl gebracht, wenn der Anschluss der Energieversorgung erledigt wird.
Apropos Stromanschluss: Herr S. meinte, der 07.07.2008 sei aber sehr spät für den Hausanschluss! Da hätten wir uns aber schon eher mal drum kümmern müssen! Wir haben ihn vorsichtig darauf hingewiesen, dass der Antrag von Kampa gestellt wurde und uns das Angebot der EnBW erst letzte Woche erreicht hat! Damit war der Termin dann gar nicht mehr spät, eher gut gewählt. Wie schon Herr Einstein so treffend formulierte: alles ist relativ.
Ja, und weil wir heute erst so spät auf die Baustelle konnten zur Technikabnahme, konnte auch der Estrich heute noch nicht verlegt werden, muss schließlich vorher alles abgenommen sein - eigenen Selberschuld sozusagen! Leider waren wir aus beruflichen Gründen außer Stande, innerhalb von 15 Minuten einen Baustellentermin wahrzunehmen.
Aber der Plan mit Blower-Door-Test diese Woche steht anscheinend noch. Jedenfalls hat er heute nicht gesagt, dass es nicht geht. Wobei das möglicherweise nichts heißen muss. Wir sind jedoch frohen Mutes und harren der Dinge, die da kommen sollen.
Liebe Grüße an alle,
Reni, Torsten & Laura